Die Auswahl des für kritische Anwendungen am besten geeigneten Dichtungswerkstoffs kommt eine große Bedeutung zu. Undichtigkeiten oder Dichtungsversagen führen zu einem Stillstand der Anlage, können diese beschädigen und Umweltschäden hervorrufen.
In dieser und in zukünftigen Ausgaben des "Sealing Express" beantworten wir Ihre am häufigsten gestellten Fragen zu Elastomerdichtungen.
Antwort: Es gibt zahlreiche Informationsquellen in gedruckter Form oder im Internet, die bei der Werkstoffwahl helfen. Doch Sie werden vermutlich keine Empfehlung finden, die zu 100 % auf Ihre Anwendung passt. Treffen Sie also mit Hilfe der Informationen eine Vorauswahl und wenden Sie sich dann an Ihren Lieferanten. Lassen Sie sich Muster aller in Frage kommenden Dichtungen geben, und testen sie diese unter realen Einsatzbedingungen. Mit dem Chemical Resistance Guide und dem Kalrez® Application Guide bieten wir Ihnen zwei Tools, die Ihnen helfen können, den richtigen Werkstoff zu finden. (Siehe auch "KAG und CRG helfen bei der Auswahl des am besten geeigneten Elastomers" in dieser Ausgabe).
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| Testvergleich: Quellung eines O-Rings aus unterschiedlichen Werkstoffen |
Antwort: Viele Unternehmen betreiben Testlabors, die allerdings nicht für die ausführliche Untersuchung von Elastomeren ausgerüstet sind. Dennoch ist es möglich, das Verhalten eines Werkstoffs vorherzusagen. Die einfachste Möglichkeit ist eine mindestens zweiwöchige Lagerung von Elastomer-Proben in den entsprechenden Chemikalien. Achten Sie auf Veränderungen der Oberfläche. Bestimmen Sie zudem die Gewichtszunahme und, wenn möglich, die Volumenquellung sowie die Veränderung der Härte. Als Faustregel gilt: Der Werkstoff mit den geringsten Veränderungen ist der am besten geeignete. Bei einer Gewichtszunahme von mehr als 15 % sollten Sie ein anderes Produkt wählen. Hochleistungs-Elastomere wie FFKM (z. B. Kalrez® Perfluorelastomerteile) und FKM (z. B. Viton®) weisen üblicherweise die geringsten Eigenschaftsveränderungen auf.
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